Bischof Kumalo zu Gast in Dringenberg

Während seiner Zeit in Deutschland hat Bischof Kumalo aus der Diözese Eshowe am 4. September Dringenberg besucht. Zusammen mit Edeltraud Parensen stellte er sich zunächst den Schülerinnen und Schülern der Dringenberger Grundschule vor und dankte ihnen sowie ihren Eltern für ihren Einsatz beim alljährlichen Adventsbasar. Er erzählte aus seiner Heimat und die Kinder hatten anschließend die Gelegenheit, dem weitgereisten Gast ihre Fragen zu stellen.

Direkt im Anschluss ging es in den Dringenberger Dorfladen. Dessen Konzept erläuterten Heike Fieseler und Gabi Pape nach einem kurzen Rundgang bei einer Tasse Kaffee. Bischof Kumalo zeigte sich begeistert von der Initiative der Dringenberger, die diesen Laden gemeinsam geschaffen haben und nach wie vor viele Stunden oft ehrenamtliche Arbeit investieren. Er sah darin auch ein Beispiel für Südafrika, wo es ebenfalls nur dann gelinge, bestehende Probleme zu lösen, wenn die Menschen Hand in Hand daran arbeiten, jeder sein individuelles Talent einbringt und die Last des Einzelnen dadurch kleiner wird.

Am Abend zelebrierte Bischof Kumalo den Gottesdienst in der Dringenberger Kirche mit. Zuvor wurde er, wie bereits bei seinem ersten Besuch vor sieben Jahren, von den Schützen mit Salutschüssen empfangen. Im Anschluss an die Messe hatten Interessierte die Gelegenheit, im Dringenberger Pfarrheim noch mehr von der Situation und den Herausforderungen der Kirche und der Gesellschaft in Südafrika zu erfahren. So berichtete Bischof Kumalo von der nach wie vor bestehenden Benachteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit – trotz Gleichheit vor dem Gesetz. Er erzählte von der stetig wachsenden Schere zwischen arm und reich. Auch gäbe es Spannungen unter den Gläubigen durch die Art und Weise, wie die Zulus ihre Gottesdienste feiern: stundenlang mit viel Musik und Tanz, was nicht gerade den Erwartungen der weißen Katholiken entspricht.

Zum Abschied dankte Bischof Kumalo allen Dringenbergern für ihre langjährige Unterstützung, durch die viel Positives zum Wohle der Menschen in dieser ländlichen Region des Zululandes entstehen konnte. Er bat aber auch um das Gebet für das Land Südafrika, denn im kommenden Jahr sind Wahlen. Es ist zu befürchten, dass radikale Parteien gerade in der Landfrage die Stimmung gefährlich aufheizen können.