Letzter Schultag vor den Osterferien in Eshowe – gerade noch eine Gelegenheit für Felix, Justus und Eleni, einen Blick in südafrikanische Klassenräume zu werfen. Vierzig Kinder auf engstem Raum. Alle tragen einheitliche Schulkleidung: die Mädchen ein hellblaues Kleid, die Jungen graue kurze Hosen und hellblaue Hemden.


Eine katholische Grundschule mit den Klassen 1-7, geleitet von einer Hindu-Schulleiterin. Das christlich-katholische Ethos der Schule, die einst von bayrischen Ordensschwestern gegründet wurde, ist ihr ein großes Anliegen. Zu Zeiten der Apartheid gab es in der Stadt eine Schule für weiße Kinder, die Zulukinder gingen in eigene Schulen, für coloured Kinder war es die „Little-Flower-School“ hier und die indischen Kinder mussten täglich mit dem Bus 40 km weit in eine eigene Schule fahren. Heute ist die Schule für alle geöffnet. Hautfarbe spielt keine Rolle mehr.

Banner auf dem Schulgelände zeigen, wie wichtig Persönlichkeitsbildung in der „Little Flower School“ ist. Sie machen aufmerksam auf KINDNESS … SERVICE… EMPATHIE… RESPECT… RESILIENCE. Bullying (mobbing) hat hier keinen Platz.
Nach der Besichtigung der Schule gab es für die deutschen Besucher fröhliche Begegnungen auf dem Sportplatz. Fußball mit Sboniso, Sandiso und Njabulo. Luthando aus dem ersten Schuljahr erzählte am Abend begeistert zu Hause, dass er nun neue Freunde hätte.


Unkompliziert war auch der Kontakt am nächsten Tag mit den Mädchen und Jungen des Kinderheims St. Joseph in Mbongolwane – trotz 30 Grad Hitze. Und wieder waren die Bälle die „Kontaktstifter“. Zum Abschied gab es noch mal ein Erinnerungsfoto mit den Palmen auf dem Platz vor der Missionskirche – ein Ort, an dem vieles begonnen hat.


Edeltraud Parensen
Fotos: Yebo
